„Nicht ganz umsonst hab ich gelebt.“
Lesung aus den Tagebüchern von Johann-Andreas-Schmeller
anlässlich seines 225. Geburtstages am 6.8.2010.

Lesung mit
Prof. Dr. Richard J. Brunner
(Neu-Ulm) und
Prof. Dr. Anthony Rowley (München).
Dienstag, 20. Juli 2010, um 16.00 Uhr
Bayerische Akademie der Wissenschaften,
Alfons-Goppel-Str. 11, 80539 München

Sitzungssaal der Phil.-hist. Klasse.

Johann Andreas Schmeller (1785–1852), der bedeutende Mundart- und Sprachforscher und Bibliothekar, war nicht nur Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und Bibliothekar an der königlichen Hof- und Staatsbibliothek, sondern auch Professor an der neu nach München verlegten Ludwig-Maximilians-Universität. Schmeller führte von 1801 an bis zu seinem Tode 1852 Tagebuch. Seine Berichte über das Alltagsleben in München und Bayern in der ersten Hälfte des 19. Jh. sind eine unschätzbare Quelle für die Geschichte dieser Zeit.

Es ergeht herzliche Einladung!


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Annik Rubens interviewte Herrn Prof. Rowley zum Thema
"Bayerische Dialekte und das Bayerische Wörterbuch".
Dies kann über Dialektologie: Von Denglisch bis Bayerisch oder
über http://www.uni-muenchen.de/aktuelles/publikationen/tonspur/index.html
"Dialektologie Von Denglisch bis Bayrisch"
angehört werden.

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5. Dezember 2009: Tag der offenen Tür anläßlich des 250jährigen Bestehens der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

TdoT

(v.l.n.r.: Dr. A. Schamberger-Hirt, Dr. M. Schnabel, Prof. Anthony Rowley)

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Jahresrückblick 2009

Im Jahr 2009 feierte die Bayerische Akademie der Wissenschaften das 250ste Jubiläum ihrer Gründung. Auch das Bayerische Wörterbuch war beteiligt in Form von verschiedenen Berichten in den Medien wie der Tagespresse und dem Bayerischen Rundfunk, in denen die Forschungsprojekte der Akademie thematisiert wurden. Besonders erfreulich war die Resonanz auf einen ganzseitigen Artikel über Herrn Prof. Rowley am 16. April in der tz, denn es erreichten uns daraufhin zahlreiche Zuschriften von Dialektsprechern, die an einer ehrenamtlichen Mitarbeit am BWB interessiert waren. Einer noch breiteren Öffentlichkeit ist Herr Prof. Rowley mittlerweile durch seine Worterklärungen in der täglich ausgestrahlten Rubrik „Host mi?“ des Bayerischen Fernsehens bekannt, nachzulesen unter www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/wir-in-bayern. Hier werden von den Zuschauern Mundartausdrücke eingesandt, die dann von Prof. Rowley erklärt werden. Die Dreharbeiten dazu fanden auch in diesem Jahr wieder kontinuierlich in unseren Arbeitsräumen statt.

Die Wörterbucharbeit in diesem Jahr konzentrierte sich auf die Fertigstellung von Heft 15, das nun bereits beim Verlag liegt und die Alphabetstrecke bis etwa Blitz umfassen wird. Die 14. Lieferung (bissig-blatten) erschien bereits Anfang Februar 2009.

Durch das Jubiläumsjahr der Akademie fand auch die diesjährige feierliche Jahrfeier ungewöhnlicherweise bereits am 27.6. statt, zeitgleich mit der Hochzeit unserer neuen wissenschaftlichen Redaktorin Dr. Andrea Schamberger-Hirt in Mering. Ein zwar weniger glanzvolles, aber ebenso schönes und beeindruckendes Ereignis war auch unser gemeinsamer Ausflug bei strahlendem Sonnenschein am Sonntag, dem 17. Mai, nach Murnau, ins Russenhaus, ins Moor, an den Staffelsee.

Doch natürlich gab es auch in diesem Jahr wieder Vortragsreisen wie zum Arbeitstreffen deutschsprachiger Akademiewörterbücher in Berlin vom 2. – 5.9. von Frau Dr. Schamberger-Hirt und Herrn Dr. Schnabel, nach Zürich zum Kongress der Internationalen Gesellschaft für die Dialektologie des Deutschen vom 6. – 9.9. von Frau Dr. Burkhart-Funk und Herrn Prof. Rowley, der auch eine Vortragsreise nach Leipzig vom 30.9. – 4.10. und einen Aufenthalt zu Forschungszwecken bei Sprachminderheiten in Giazza in Oberitalien unternahm.

Frau Dr. Schamberger-Hirt und Frau Dr. Burkhart-Funk leiten im Wintersemester 2009/2010 erstmals ein Proseminar zur Dialektologie des Deutschen an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Den Abschluss des Jubiläumsjahres bildet ein Tag der Offenen Tür in der Akademie am 5. Dezember, an dem auch das Bayerische Wörterbuch vertreten sein wird und zu dem Interessierte herzlich in die Räume an der Alfons-Goppel-Str. 11 (vormals Marstallplatz 8) eingeladen sind.

Aber ganz ohne Abschied geht es dann doch nicht: Ich verabschiede mich ab dem 1.11.2009 in den Ruhestand und übergebe meine Tätigkeit als Registratorin an meine langjährige und geschätzte Kollegin Christiane Jell. Den Mitarbeitern der Arbeitsstelle danke ich an dieser Stelle für ihr Vertrauen, ihre Freundlichkeit und die Möglichkeit, eines der interessantesten sprachwissenschaftlichen Projekte von innen kennen lernen und dort mitarbeiten zu dürfen.

Gisela Modrow (31.10.2009)

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Denker, Forscher und Entdecker
Eine Geschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
in historischen Portraits

hg. von Dietmar Willoweit unter Mitarbeit von Ellen Latzin
im Verlag C.H. Beck in München erschienen

In diesem neu erschienen Buch ist auch ein Beitrag von Prof. Anthony Rowley enthalten. Dieser Auszug kann hier eingesehen werden:

Johann Andreas Schmeller (1785-1852) - Der Sprachforscher Bayerns


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Zeitungsartikel über das Bayerische Wörterbuch

in der Abendzeitung (23.01.2009)

im Straubinger Tagblatt (14.02.2009)

in der Passauer Neuen Presse (27.02.2009)

in der Passauer Neuen Presse (06.03.2009)

Süddeutsche Zeitung - Leserbrief Prof. Rowley
(Das Kulturgut Bairisch geht verloren - 10.03.2009)

im Straubinger Tagblatt (14.01.2010)

 

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Prof. Rowley wird derzeit vom Bayerischen Fernsehen im Rahmen der Sendung "Wir in Bayern" um Wortauskünfte gebeten, die dann im Bayerischen Fernsehen von Montag bis Donnerstag (16.05 bis 17.00 Uhr) gesendet werden.

Für Interessierte hierzu der Link: Host mi - Das bairische Worte-Raten

 

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In Akademie Aktuell (Zeitschrift der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) erschien in der Nummer 2 des Jahres 2007 ein Artikel von Prof. Rowley zum Thema

Woher? Wohin?
Richtung und Ort im Bayerischen

 

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Bayerisches Wörterbuch
Wir sind auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern, die uns in unserer Arbeit unterstützen wollen

Ziel und Aufgabe des Bayerischen Wörterbuches, das an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München erarbeitet wird, ist es, den Wortschatz der bairischen Dialekte zu erfassen, seine lautliche Vielfalt und seine Herkunft aufzuzeigen, die genauen Bedeutungen der Wörter herauszuarbeiten und ihren lebendigen Gebrauch durch Satzbeispiele zu verdeutlichen. Redensarten, Sprichwörter usw. sollen weiterer Veranschaulichung dienen, ebenso präzise Sacherklärungen und volkskundliche Angaben. Unser Arbeitsgebiet erstreckt sich auf Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz sowie auf benachbarte Randbereiche Bayerisch-Schwabens, Mittel- und Oberfrankens. Neben den heute gesprochenen Mundarten soll auch die literarische Überlieferung aus Bayern von den Anfängen im achten Jahrhundert an mit berücksichtigt werden.
Eine erste Mundartbefragung durch die sogenannten "systematischen Fragebogen", die bis zum Beginn der 1930er Jahre fortgeführt wurde, trachtete den Wortschatz vor allem der ländlichen und bäuerlichen Lebensbereiche systematisch nach Sachbezirken zu erfassen. Von 1927 an setzte eine zweite Befragungsaktion ein, die die Erfassung der Dialektgeographie, d.h. der landschaftlichen Verbreitung von Wörtern, zum Ziel hatte. Beide Befragungen, die "systematische" wie die "mundartgeographische", erfolgten schriftlich; nur in geringem Ausmaß fuhren die Wörterbuchredaktoren selber "ins Feld", um den Dialektwortschatz zu erforschen. Die frühere bayerische Schriftsprache war ja wesentlich "mundartnäher" als heute.
Seit 1958 werden "Wörterlisten" verschickt. Es handelt sich dabei um Nachfragen zu Dialektwörtern. Etwa zwei- bis dreimal im Jahr werden zwei Fragebögen verschickt. Die Anzahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die dankenswerterweise die Mühe auf sich nehmen, diese Listen auszufüllen, schwankt zwischen vier- und fünfhundert. Leider haben wir in den letzten Jahren durch Tod nicht wenige Gewährsleute verloren, die seit Beginn der Aktion dabei waren. Die Arbeitsstelle würde sich freuen, wenn durch diesen Aufruf die Reihen unserer verdienten Sammler wieder geschlossen werden könnte.

Bisher sind im Rahmen des Bayerischen Wörterbuches im Verlag Oldenbourg (München) ein vorläufiges Orts- und Quellenverzeichnis sowie dreizehn Hefte veröffentlicht, die den Wortschatz von A bis bissig behandeln. Damit ist der erste Band fertiggestellt und der zweite Band in Angriff genommen. Insgesamt soll das fertige Wörterbuch etwa zehn Bände umfassen.

Sollten Sie sich nun angesprochen fühlen und bereit sein, uns durch Beantwortung der „Wörterlisten“ zu unterstützen, bitten wir Sie sich an uns unter folgender Adresse zu wenden: Kommission für Mundartforschung, Bayerische Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Straße 11 (vorm. Marstallplatz 8), 80539 München oder unter Telefonnummer 089 / 23031 - 1178.